Online-Schulungsunterlagen, wie z.B. webbasierte Trainings, Erklärvideos und Lernnuggets erstellen ist ein Prozess, der in mehreren Schritten abläuft: Wir erklären hier, wie genau die Erstellung von digitalen Lernformaten abläuft.

  • Wie läuft die Entwicklung einer Online-Schulung ab? Was sind die Prozesse im E-Learning?
  • Wer ist an der Erstellung von E-Learning-Lösungen beteiligt?
  • Was sind Autorenwerkzeuge?

Wie läuft die Entwicklung einer Online-Schulung ab? Was sind die Prozesse im E-Learning?

Ein E-Learning zu erstellen läuft in mehreren Schritten ab. Eine E-Learning-Entwicklung bedeutet meist eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Kunden und der Agentur. An jeder Stelle des Prozess gibt der Kunde sein OK bzw. werden gewünschte Anpassungen oder Änderungen vorgenommen. Hier stellen wir die wichtigsten Schritte vor.

1. Lernziele

Im ersten Schritt geht es darum, die Rahmenbedingungen des Vorhabens zu ermitteln. Dazu dienen z.B. diese Leitfragen:

  • Welches Unternehmensziel, welches genaue Lernziel soll mit dem geplanten E-Learning-Vorhaben erreicht werden?
  • Geht es darum Pflichtthemen zu unterweisen wie z.B. Hygiene, Arbeitssicherheit oder Brandschutz, Produktkenntnisse vermitteln, einen Prozess schulen oder möchte man ein Bewußtsein für ein Thema schaffen?
  • Welche Vorkenntnisse hat die Zielgruppe? Welche technische Ausstattung steht zur Verfügung?
  • Was sind die genauen Inhalte?
  • Wie soll das E-Learning aussehen?
  • Welche Materialien können als Basis dienen?
  • Welche finanziellen, technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen gibt es?

Beispiel: “So planen Sie ein E-Learning-Projekt”

Wie die Konzeptphase im E-Learning aussehen kann, finden Sie hier in diesem E-Learning-Beispiel ausführlich beschrieben. Das E-Learning-Beispiel wurde mit Articulate Rise erstellt.

Klicken Sie hier, um den Kurs zu starten

Die genaue Klärung der Rahmenbedingungen und Ziele und vor allem auch der Voraussetzungen bei der Zielgruppe trägt dazu bei, das Konzept zu schärfen. Viele Produktionen starten bereits mit klaren Vorstellungen und einer PowerPoint-Grundlage, weil die Schulungen vorher schon in Präsenz stattgefunden haben.

Aus unserer Erfahrung lohnt es sich, sich Zeit für Analyse und sorgfältige Planung zu nehmen. Denn Fehler in der Planung lassen sich in der Produktion häufig nur mühsam und mit hohem Aufwand berichtigen.

2. Konzept

Nun geht es in die konkrete Planung mit Entscheidungen zu Lernzielen, Aufbau und Gliederung, zur Gestaltung von Interaktionen und Lernmaterialien, zu Aufgabenarten und Erfolgskontrollen. Die Ansprache der Lerner, das Vorwissen der Zielgruppe, die eingesetzten Medien und Grafiken, mögliche Darstellungsformen  und -methoden werden zusammengetragen. Dazu wird der angestrebte Projektplan  aufgestellt. Die Ergebnisse der Planung werden im Grobkonzept zusammengestellt. Im Konzept gilt es eine gute Balance zwischen der gewünschten Umsetzung (Multimedialität, Interaktivität) und einem realistischen Umsetzungskonzept (Zeit, Budget) zu entwickeln.

In diesem Schritt werden alle Inhalte, Medien (z.B. Videos, Audios) sowie interaktive Elemente (z.B.  Quiz) detailliert geplant. Die Grafik des geplanten E-Learning-Moduls wird ausgearbeitet. Die inhaltliche Struktur des Grobkonzepts wird zum Feinkonzept ausgearbeitet.

Daran schliesst sich das Drehbuch an:  In dieser Ausarbeitung wird jede Bildschirmseite einzeln dargestellt: Texte, Grafiken, Videos,  Navigation und weitere Elemente. Das Drehbuch erstellen wir häufig als PowerPoint-Präsentation zum Anklicken, so dass sich der Kunde ein gutes Bild vom Endprodukt verschaffen kann. Im Drehbuch wird jede Bildschirmseite einzeln dargestellt: Texte, Grafiken, Videos,  Navigation und weitere Elemente. Das Drehbuch erstellen wir häufig als PowerPoint-Präsentation zum Anklicken, so dass sich der Kunde ein gutes Bild vom Endprodukt verschaffen kann.

Häufig wird auch ein E-Learning-Storyboard entwickelt, in dem jede Szene mit dem entsprechenden Bild dargestellt wird.

3. Medienproduktion

Nun werden die Spezialist*innen für Grafik, Medienentwicklung, Audio und Video aktiv und setzen das Drehbuch in ein Webbased Training oder ein Erklärvideo um. In der Regel wird dafür ein Autorentool wie z.B. Articulate Storyline, iSpring, Adobe Captivate oder genutzt oder direkt auf einer Lernplattform z.B. mit H5P gearbeitet. Anschliessend wird das erstellte Modul zum Feedback bereitgestellt.

Für Feedback nutzt Infoport meist so genannte Review-Plattformen. Dort können die Kunden detailliertes Feedback zu jeder einzelne Bildschirmseite (z.B. “Bitte hier anderes Bild verwenden”, “Hier noch das Wort …ergänzen”) geben. Das Feedback ist dann für alle Beteiligten sichtbar und dient der Medienproduktion als

4. Bereitstellen

Nun ist die Online-Schulung fertig und wird  im Intranet, im Internet oder auf einer Lernplattform (Lernmanagement-System) bereitgestellt.

Ein Stichwort, das hier häufiger fällt, ist SCORM bzw. SCORM 1.2 und SCORM 2004. SCORM ist ein Dateistandard und löst folgendes Problem: In einem LMS eines Unternehmens soll festgehalten werden, ob die Mitarbeitenden eine bestimmte Schulung mit einem Abschlusstest erfolgreich bestanden haben.

Wenn die Schulung mit einem externen Autorenwerkzeug wie z.B. Articulate Storyline gebaut worden ist, muss die Schulung diese Information (Bestanden/nicht bestanden) an das LMS übergeben. Damit der Datenaustausch zwischen Schulung und verschiedensten LMS gut klappt, gibt es SCORM.

Sterne für Evaluation

5. Evaluation

Zum Schluss wird das Projekt evaluiert – wie lief die Produktion, wie lief die Zusammenarbeit? Und natürlich: wie kommt die Schulung bei der Zielgruppe an?

Häufig ist es auch sinnvoll, nicht erst am Ende des Projekts die Zielgruppe z.B. mit einem Pilotlauf einzubeziehen. Die Lernenden geben in der Regel wichtige Hinweise für die Gestaltung.

Autorenwerkzeuge ermöglichen eine einfache Erstellung von interaktiven, animierten und multimedialen Inhalten. Es gibt, ebenso wie bei der Suche nach einem geeigneten Lernmanagementsystem, unzählige Anbieter, Funktionen und Preismodelle. Was ist bei der Wahl eines Autorenwerkzeugs wichtig? Hier werden Ihnen die wichtigsten Kriterien vorgestellt, die Sie bei der Wahl eines geeigneten Tools beachten sollten.


Was ist ein Autorenwerkzeug?

Mit einem Autorenwerkzeug oder auch Authoringtool genannt ist eine multimediale Aufbereitung von Lerninhalten und die Entwicklung von Lernsoftware ohne große Programmierkenntnisse möglich. Mit einem Autorenwerkzeug lassen sich Quiz, interaktive Seiten und Animationen leicht erstellen. Am Markt gibt es eine Vielzahl von Autorenwerkzeugen, einige der bekanntesten:

Mittlerweile lassen sich sogar einfache Schulungsinhalte mit PowerPoint gestalten. Bei Infoport arbeiten wir vor allem mit Articulate Storyline und iSpring.

Was ist der Unterschied zwischen einem Autorenwerkzeug und einem Lernmanagementsystem? Den Unterschied zwischen einem Film und einem Kino kennen Sie. Grob gesagt: mit einem Autorenwerkzeug werden (E-Learning-)Filme erstellt. Eine Lernmanagement-System ist wie ein Kino: Dort werden Filme gezeigt, dort kann nur zuschauen, wer ein Ticket hat, usw. Allerdings: In einigen Kinos kann man auch Filme erstellen, d.h. Lernplattformen wie z.B. Moodle oder Ilias haben ein eingebautes Autorenwerkzeug.

Vorlagen

Um Zeit zu sparen, können Sie die integrierten, interaktiven Vorlagen (Templates) nutzen. Diese Vorlagen lassen sich auch an das Design Ihrer Organisation anpassen. Für die Produktion mehrerer Schulungen lohnt es sich, Templates selbst zu entwickeln und durchgehend zu verwenden. So ändert sich nur der Inhalt – der Player, die Farben und das Corporate Design bleiben erhalten und können individuell nach Kundenwunsch angepasst werden. Benutzerdefinierte Vorlagen können Sie direkt im Layout einstellen.

Interaktivität und Quiz

Beim Lernen sollen die Lernenden aktiv werden: Informationen anklicken oder Fragen beantworten. Die meisten Autorenwerkzeuge bieten vorgefertigte Quizvorlagen an, wie z.B.:

  • Multiple Choice (Mehrfachauswahl)
  • Single Choice (Einfachauswahl)
  • Drag-and-Drop (Ziehen-und-Ablegen)
  • Lückentext, Zahlenabfrage
  • Hotspot sowie
  • Dropdownmenü (“Finden Sie die richtige Reihenfolge!”)

Audio und Video

Moderne Autorenwerkzeuge bieten eine Einbindung von Video- und Tonelementen. Das Material kann synchron zu Animationen eingesetzt werden,  aber auch im Quiz seinen Platz finden.


E-Learning erstellen: Sie brauchen Unterstützung? z.B. mit einer Schulung Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Didaktik? Rufen Sie uns an: 030- 558 33 65