Mehr Vielfalt ist eine der Anforderungen an E-Learning, die in letzter Zeit ausdrücklich in die Briefings unserer Kunden eingeflossen sind: Mehr Diversität in der Bildauswahl, Barrierefreiheit der E-Learning-Module, gendergerechte Sprache bei den verschiedensten Schulungsthemen, um die heutige gesellschaftliche und Unternehmensvielfalt auch im E-Learning abzubilden. Aber auch Diversität selbst wird als Thema von Schulungen zunehmend nachgefragt, um verschiedene Zielgruppen für dieses Thema zu sensibilisieren.

Diversität in der Bildauswahl

Häufig verbringen unsere Designerin oder die Producerin viel Zeit damit, Bildmaterial zu recherchieren, auf denen die Personen nicht alle nur gertenschlank sind und ein „Zahnpastalächeln“ haben. Auch schon Bilder zu finden, auf denen Frauen nicht immer nur lächeln, sondern auch mal richtig wütend aussehen, ist bei den meisten Fotodatenbanken wie z.B. Adobe Stock oder iPhoto gar nicht so einfach.

Bildervielfalt

Mittlerweile gibt es eine Reihe von Datenbanken, wie z..B. Gesellschaftsbilder, die Fotos von „fernab von Klischees“ z.B. von alten Menschen Frauen mit Kopfbedeckung, Menschen mit Behinderungen oder LSBTI* anbieten.

Bei einem E-Learning für die Entwicklungszusammenarbeit mit Asien ging es auch um die Bildauswahl für Dialogsituationen. Als kleinster gemeinsamer Nenner hat sich dann die Darstellung mit eigens gezeichneten „Strichmännchen“ und -frauen herauskristallisiert. Eine Entscheidung, die viel Zuspruch gefunden hat.

Gendergerechte Sprache

Gendergerechte Sprache wird mittlerweile häufig von unseren Kunden z.B. aus dem öffentlichen Sektor als ausdrückliche Anforderung genannt.

Gendersternchen

Meist bringen die Kunden auch sehr konkrete Vorstellungen oder eine Unternehmensleitlinie mit, wie gegendert werden soll. Das Spektrum von Schreibweisen ist breit: von „Mitarbeiterinnnen und Mitarbeitern“ über das Gendersternchen (Mitarbeiter*innen) bis hin zu „Mitarbeitenden“. Anregungen für eine gegenderte und lebendige Sprache gibt der Duden mit seinem Leitfaden für Richtiges Gendern. Unsere E-Learning-Autorinnen und -autoren greifen die Vorgaben dann gerne auf.

Das Gendern schlägt sich aber nicht nur im Bildtext nieder. Auch die Vertonung muss angepasst werden, das Gendersternchen will mitgesprochen sein. Deshalb haben unsere Profi-Sprecherinnen und -sprecher, die die E-Learnings vertonen, den sogenannten Glottisschlag geübt, die kleine Lücke zwischen Mitarbeiter_in. Wer auch „mit Lücke“ sprechen möchte, findet bei „Genderleicht“ viele Tipps.

Barrierefreiheit

Bei Barrierefreiheit geht es darum, Teilhabe für Menschen mit Einschränkungen aufgrund von Behinderung, Krankheit, Unfall oder Alter zu ermöglichen. Auch hier ist die Spannbreite der Anforderungen und Umsetzungsmöglichkeiten breit:

Hilfsmittel

  • das Schreiben in einfacher oder leichter Sprache für Menschen mit Leseschwieirigkeiten
  • die Übertragung in Gebärdensprache für Gehörlose oder Hörgeschädigte
  • das Einfügen von Untertiteln bei Videos
  • das Design für die Nutzung von Bildschirmlesegeräten.

Barrierefreiheit ist damit eine Anforderung an die Gestaltung von Inhalten, das Design und die technische Umsetzung. Hilfe bei der Umsetzung geben Hinweise der Bundesfachstelle Barrierefreiheit. Für die technische Umsetzung setzen wir auf die Leitlinien zu Web Content Accessibility Guidelines des E-Learning-Autorentools Articulate Storyline.

Schulungsthema Diversität

In vielen E-Learnings nutzen wir Storytelling oder Fallbeispiele, in denen Diversity eine Rolle spielt. Wir haben auch aber einige Online-Schulungen erstellt, in denen für das Thema sensibilisiert, aber auch ganz konkrete Hilfestellungen für den Alltag gegeben werden:

  • Diversity gerechte Veranstaltungen
  • Vielfalt in der Kirche entdecken und leben
  • Diversität in der Pflege (Schwerpunkt LSBTI*)

Noch eine Bemerkung zum Schluss

Diversität beschäftigt uns bei Infoport nicht nur als Gestaltungsthema, sondern spielt natürlich auch bei der Zusammensetzung des Teams eine Rolle. Auch hier versuchen wir, vielfältige Sichtweisen einzubinden, um die Anforderungen an E-Learning bestmöglich zu umzusetzen. Und Berlin ist dafür ein guter Platz.