Was gehört in eine virtuelle Veranstaltung?

Wenn Ihre Veranstaltungen demnächst weiterhin digital stattfindet, gibt es ein paar Dinge zu beachten.

Wir haben eine kurze Checkliste für Sie zusammengestellt, die einen dazu passenden Rahmen bietet.

Die eigene Zielgruppe im Blick haben und ein paar schöne Tools aussuchen – Los geht’s!

Check 1: Auch virtuell gelassen bleiben

Sogar wenn er verfolgt wird, ist der Schmetterling niemals in Eile.

Japanischer Weisheitsspruch
Bleiben Sie als Moderation gelassen, auch wenn Dinge mal nicht so laufen, wie geplant.

Wie Sie als Moderation Gelassenheit bewahren und alle Teilnehmenden gut durch das digitale Event führt?

Machen Sie sich vorab einen flexiblen Zeitplan und denken darüber nach, über welche Kanäle (Chat, Messengergruppe, Telefon) Sie während der Veranstaltung mit den Beteiligten kommunizieren. Nutzen Sie Lan-Verbindungen.

Und: Feiern Sie Fehler! Das senkt den Stresspegel und hebt die Laune.

Check 2: Für Aufmerksamkeit und Beteiligung sorgen

Grundsätzlich gilt: Motiviert ist, wer Wissen erwirbt und sein eigenes teilen kann. Sorgen Sie also – wie analog auch – gleichermaßen für Input und Interaktion.

Stellen Sie sicher, dass alle Teilnehmenden Ihrer virtuellen Veranstaltung aufmerksam folgen!

Bauen Sie Energizer ein und halten Sie die Teilnehmenden motiviert und munter. Denn am Bildschirm aufmerksam zu bleiben, kann erleichtert werden.

Hier beschreiben wir 3 Möglichkeiten, die Aufmerksamkeit und Beteiligung zugleich fördern. Ziel aller hier genannten Beispiele: Input und Interaktion bieten. Eine der Varianten gehört in jede virtuelle Veranstaltung!

Beispiel 1: Kurzes Warm Up mit Bewegung

Ermutigen Sie die Teilnehmenden dazu, sich zu Statements auf einer Folie zu positionieren. Bereiten Sie 2 – 3 Folien mit einfach Sätzen vor, die zur Veranstaltung passen. Nun können die Teilnehmenden antworten: Auf wen der Satz nicht zutrifft, der neigt sich zur Seite, sodass das Kamerabild leer bleibt. Alternativ können die Teilnehmenden sich auch kurz von Ihrem Stuhl erheben etc. Geht schnell und bringt Bewegung ins Onlinevent!

Wenn Sie Zeit haben: Überlassen Sie es anschließend einzelnen Teilnehmenden, einen Satz zu nennen, zu dem sich die anderen Teilnehmenden positionieren.

Wer clever ist, baut auch ins Webinar Bewegung ein!

Beispiel 2: Kurze Meinungsumfrage

Mittels Umfrage die Teilnehmende nach Ihrer Erfahrung zum Thema fragen und damit kurz aktivieren. Dafür kann ein internes Tool oder ein schön gestaltetes externes Frageformat – z.B. via mentimeter – genutzt werden).

Beispielfrage 1:  

„Ich habe schon viel Erfahrung mit Thema X.“

Beispielfrage 2:

„Ich benötige Tipps für ….“ und 3 – 4 Antwortoptionen zur Auswahl stellen. Hinweis: Bieten Sie je nach Frage auch „Sonstiges“ als Antwortkategorie an, damit alle Reaktionen erfasst werden können.

Solche und andere schöne Visualisierungen bietet mentimeter an. Auch slido ist zu empfehlen.

Beispiel 3: Kurze Breakouträume einbauen

In den Breakouträumen können die Teilnehmenden selbst ihr Wissen teilen (peer-to-peer Ansatz). Erfahrungswerte und Fachwissen zu einzelnen Aspekten kann hier in Kleingruppen vertieft besprochen werden. Anschließend werden die Ergebnisse im großen Raum vorgestellt – z.B. mithilfe virtueller Pinnwände auf padlet, mural, miro.

Wichtig: Forumlieren Sie an die Teilnehmenden klar, welche Aufgabe in den Breakouträumen bearbeitet werden soll.

Weisen Sie die Teilnehmenden außerdem darauf hin, festzulegen, wer a) auf die Zeit achtet und b) die Ergebnisse später präsentiert.

Unsere Erfahrung: Stille Teilnehmende melden sich eher in Breaktouträumen zu Wort.

Check 3: Passendes Technik-Check Up

Testen Sie mit den Redner*innen ein paar Tage vor der veranstaltung und vor der Veranstaltung selbst folgende Frage:

Können alle Redner*innen gut mit Audio, Video und den Tools wie Bildschirmübertragung und Chat umgehen?

Auch im Netz ist viel los: Darum auf eine Teilnahme via Lan-Verbindung achten.

Den Teilnehmenden mailen Sie vorab eine Kurzanleitung zum Beitreten der Veranstaltung. Empfehlen Sie die Verwendung eines Headsets.

Während der Veranstaltung stellen Sie den Teilnehmenden technische Unterstützung zur Verfügung. Dafür legen Sie fest, welche Person als technischer Support während der Veranstaltung per Chat erreichbar ist. Dies kommunizieren Sie am Anfang der Veranstaltung an die Teilnehmenden.

Check 4: Skript nutzen

Bereiten Sie ein Drehbuch vor, indem Sie die Zeiträume jedes Programmpunktes festlegen. Testen Sie vorab, ob diese Zeiträume realistisch sind.

Mit einem Drehbuch zum virtuellen Event wissen Sie stets, an welcher Stelle Sie sind.

Check 5: Die richtigen Tools nutzen

Welche Tools sich für Sie, Ihre Zielgruppe und das Eventformat eignen, entscheiden in jedem Falle Sie:

Wer sicher durch die jeweilige Plattform (zoom, YuLink, Big Blue Button etc.) navigieren kann, dem sei empfohlen, ein paar Tools einzubauen, die einfach mehr Spaß machen und besser aussehen.

Sorgen Sie für eine gute Grundlage, indem Sie bspw. auf padlet, miro oder mural ein Board vorbereiten. Verwiesen sei an dieser Stelle auf de Open-Source Variante etherpad. Auf diesen Boards können Ideen live gemeinsam besprochen und Konzepte entwickelt werden.

Z.B. wheeldecide.com bietet Abwechslung: Lassen Sie das Glücksrad entscheiden!

Auch mit einer guten Präsentation halten Sie die Aufmerksamkeit halten: Beachten Sie, dass Sie Ihre Präsentation a) interaktiv (mittels Umfragen etc.) aufbauen und b) für Abwechslung auf dem Bildschirm sorgen (hohe Folienanzahl mit je reduziertem Inhalt im Vergleich zur Präsenzveranstaltung).

Vor allem bei Onlinevents für große Gruppen sollten Sie auf den gezielten Einsatz von Tools achten!

Check 6: Medien einbeziehen

Hier ein paar grundsätzliche Tipps zur Mediennutzung in Onlineevents:

Spielen Sie Videos nur lokal ab. Dann stellen Sie sicher, dass das Video auf allen Bildschirmen flüssig übertragen wird.

Nutzen Sie die Möglichkeit, Social Media einzubeziehen, um vor allem junge Teilnehmende zu erreichen.

Gerade auch Graphic Recording (Beispiel) ist toll, um Ergebnisse schön anschaulich festzuhalten – So ein kleines digitales Format eignet sich dann auch prima für einen kurzen Follow-Up-Post via LinkedIn & Co.!

Und nun: Viel Erfolg!

Sammeln Sie munter weitere Tipps und

stellen Sie die Zutaten nach Belieben

zusammen!

Bei Fragen senden Sie uns einfach eine Mail an webinare@infoport.de!

Wir freuen uns darauf, Sie bei Ihren virtuellen Veranstaltungen didaktisch und technisch zu beraten.

Ihr Team von infoport GmbH in Berlin

Die Autorin

Ann Rogalski

“Meine Motivation? Face-to-face so gut wie möglich ersetzen!”

Als Projektmanagerin und Webinarmoderatorin bei infoport GmbH in Berlin bin ich spezialisiert auf aktivierende Methoden.

Arbeitsschwerpunkte
  • zielgruppenspezifische Angebote in der Onlinebildung
  • didaktische, motivationale und kommunikative Grundlagen digitaler Lernmedien
  • Tools zur digitalen Zusammenarbeit
  • Verwaltung von Lernmanagement – und Contentmanagementsystemen