Auch während der Corona-Pandemie sollen sich die Mitarbeitenden weiterbilden. Dafür eignet sich E-Learning im Home Office besser als jede andere Form. Doch während die Einrichtung der Systeme unter normalen Umständen Monate bis Jahre dauert, muss es jetzt schnell gehen. Blitzschnell. Deshalb finden Sie hier alle E-Learning Best Practices für den sofortigen Start.

E-Learning im Home Office organisieren | Corona-Krise

Privat- oder Firmenrechner?

Im Idealfall waren Sie bestens darauf vorbereitet, dass Ihre Angestellten von zuhause aus arbeiten: Alle haben einen firmeneigenen Laptop mitgenommen, sind mit dem internen Netzwerk verbunden und kennen sich im Datenschutz perfekt aus.

Das ist wahrscheinlich nicht der Fall. Zum Glück bietet das E-Learning Möglichkeiten, auch vom privaten PC oder sogar vom Smartphone aus zu lernen. Besonders bei öffentlich zugänglichen Lernplattformen ist es das benutzte Endgerät egal – schließlich können sich Mitarbeitende auch über YouTube fortbilden. Auch bei Webinaren, also Live-Online-Schulungen (Wörterbuch der E-Learning-Begriffe), reicht der heimische Computer meistens aus.

Datenschutz im Home Office

Allerdings gibt es auch einige Situationen, in denen ein Firmenrechner die sichere Variante zum E-Learning im Home Office ist. Etwa, wenn die Lerninhalte im Intranet liegen. Auf das Intranet können Mitarbeitende meist nur über firmeneigene Geräte zugreifen. Außerdem sind diese häufig besser gegen Viren oder Angriffe geschützt. Wer kein Risiko bei der DSGVO eingehen möchte, setzt auf Firmenrechner.

Eine Möglichkeit, um das Home Office sicher über einen privaten PC zu organisieren, ist ein sogenanntes Virtual Private Network (VPN). Über einen Zugangscode gelangt das Team auf das geschützte Firmennetzwerk. Die Einrichtung ist nicht ganz simpel, eine Erklärung zu VPN für Unternehmen gibt es hier.

Also: Wenn möglich, Firmenrechner benutzen. Wenn nicht, gibt es zahlreiche Alternativen, um die Weiterbildung daheim zu garantieren.

E-Learning im Home Office

2. Welche Lernplattform brauche ich bei E-Learning für Unternehmen?

Früher waren Fortbildungen ganz einfach: In einem Schulungsraum stand die vortragende Person an der Tafel, während sich die Zuhörenden Notizen an ihren Plätzen gemacht und am Ende vielleicht ein Quiz ausgefüllt haben.

Lernplattformen (auch: Lernmanagementsysteme) bringen dieses Konzept ins Netz. Sie sind sozusagen die virtuellen Klassenzimmer. Doch statt für jede Schulung in einen anderen Raum gehen zu müssen, kommen die Schulungen zu Ihren Mitarbeitenden. Sie sitzen auf ihren Plätzen – vor dem Computer – und klicken den Kurs an, den sie belegen möchten. In diesem Ordner sind alle Lerninhalte gespeichert: Erklärvideos, Tests zur Lernkontrolle, Zertifikate.

Ein Lernmanagementsystem (LMS) bündelt also alle Online-Kurse zentral abrufbar. Deshalb ist es für die Organisation des Home Offices so wichtig: Je besser sich Ihre Mitarbeitenden darin orientieren können, desto effizienter die Fortbildung.

Die beste Lernplattform …

… gibt es so natürlich nicht. Doch es gibt zwei Platzhirsche, auf die viele Unternehmen und Bildungseinrichtungen setzen: Moodle und ilias. Beide LMS sind Open-Source, also kostenlos zu nutzen. Außerdem erlauben sie eine Vielfalt an Anwendungen. Allerdings kommen diese Vorteile mit einer gewissen Komplexität: für die Einrichtung braucht es oft geschultes IT-Personal.

Verfügen Sie über keine IT-Abteilung oder möchten Sie noch schneller anfangen, eine eigene Lernplattform zu nutzen? Dann empfehlen wir Mietlösungen wie My LMS by infoport. Wir richten das System für Sie ein – und Ihre Angestellten können innerhalb weniger Tage mit dem Lernen beginnen.

Noch mehr Vor- und Nachteile finde Sie in unserem Vergleich der Online-Lernplattformen.

Webinare

Webinare sind das virtuelle Pendant zum klassischen Präsenzlernen. Eine vortragende Person erklärt Inhalte im Livestream über die Videokamera oder über eine Bildschirmübertragung. Dutzende bis tausende Lernende sehen vor ihren Bildschirmen daheim zu.

Es gibt viele Plattformen, über die Ihr Unternehmen Webinare veranstalten kann. Einige davon sind für Unternehmen und Organisationen komplett kostenlos, so etwa Moochouse vom Hasso Plattner Institut. Auch lern.link-Conference bietet Webinar-Tools gratis an, um die Corona-Pandemie zu überbrücken. Bekanntere Optionen sind Adobe Connect, Webex, Gotomeeting, Spreed oder das auch sehr populäre Zoom. Bei der Auswahl sollten Sie darauf achten, die Funktionalität zu finden, die Ihren Anforderungen entspricht.

Halten Sie lediglich individuelle, firmeninterne Seminare mit wenigen Teilnehmern ab, könnten auch ganz normale Video-Chat-Plattformen ausreichen, so wie Slack, Skype oder Microsoft Teams. Diese gehören heutzutage zur standardmäßigen Ausstattung im Home Office. Infoport vermittelt das Handwerkszeug für erfolgreiche Webinare.

3. Was lerne ich überhaupt?

Skills, die immer nützlich sind

Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um die DSGVO zu verinnerlichen. Oder das Projektmanagement zu perfektionieren. Oder gar das betriebliche Eingliederungsmanagement kennenzulernen.

Von der Programmiersprache bis zum Rechtschreibtraining – mittlerweile gibt es für fast alles einen Online-Kurs. Das ist praktisch, denn Sie können sofort mit der Fortbildung beginnen und müssen vor allem kein Vermögen ausgeben, um selbst Schulungen zu produzieren.

Bei diesen E-Learning-Anbietern finden Sie Online-Kurse, die sofort verfügbar sind:

  • udemy.com: Kostenpflichtige Seminare vor allem für praktische Kenntnisse der persönlichen Weiterentwicklung.
  • edx.org: Kostenlose Kurse von Dozent*innen der Top-Universitäten Harvard, MIT und anderen.
  • infoport: Hier gibt es interaktive Schulungen speziell für die Weiterbildung in deutschen Unternehmen.

Interne Fortbildungen

Als E-Learning-Agentur arbeiten wir oft mit Unternehmen zusammen, die ganz spezielle Inhalte vermitteln müssen. Ein Beispiel: Für den Verband der Krankenkassen haben wir eine Schulung zur Antibiotikaverordnung erstellt.

Wenn es im Netz keine fertigen Online-Kurse gibt, müssen Sie die Inhalte selbst erstellen. Aber das bedeutet nicht nur Aufwand, sondern auch Chancen auf effektiven Lernerfolg: Denn die praktischen Beispiele aus Ihrem konkreten Arbeitsalltag bleiben deutlich besser im Kopf als Standard-Kurse aus dem Netz.

Jetzt haben Sie zwei Möglichkeiten, E-Learning im Home Office durchzusetzen:

E-Learning-Kurse selbst erstellen

Damit werden Sie zwar voraussichtlich erst nach der Corona-Krise fertig. Doch mit der Erstellung eigener Online-Kurse haben Sie eine wichtige Kompetenz gewonnen, die die gesamte Lernkultur im Unternehmen verbessern kann. Damit Sie trotzdem nicht Jahre, sondern nur Wochen brauchen, um das eigene E-Learning-Konzept zu erarbeiten, bieten wir das offene Webinar So gründen Sie eine Online-Akademie an.

E-Learning-Kurse erstellen lassen

Die deutlich schnellere Variante ist es, eine E-Learning-Agentur mit der Kreation maßgeschneiderter Kurse zu beauftragen. Dafür benötigen Sie nur die Inhalte, die Sie vermitteln möchten: Schulungsunterlagen, PowerPoints, Aufzeichnungen, Literatur. Um den Rest – von der Didaktik bis zur Eingliederung in eine Lernplattform – kümmert sich die Agentur. Gerne teilen wir Ihnen mit, wie viel Zeit wir für die Erstellung benötigen.

Worauf muss ich noch achten bei Home Office und E-Learning?

Wir haben Ihnen einige Ressourcen zusammengestellt, um sich weiter über die Organisation von Weiterbildungen im Home Office zu informieren:

Kompletter Leitfaden zum Arbeiten im Home Office

Mit E-Learning Kosten senken

7 Erfolgsfaktoren für die Implementierung vom E-Learning

Datenschutz im Home Office

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg an Ihrem neuen Arbeitsplatz!