Lexikon digitale Bildung

Hier bauen wir ein Glossar der digitalen Bildung auf. Wir freuen uns über Hinweise zu neuen Stichwörtern.

Augmented Reality

Augmented Reality (AR) nennt sich eine Technik, die die reale Welt mit computergenerierten Elementen ergänzt. Die Wirklichkeit wird so “erweitert” (to augment)..

Dafür wird meist eine Brille eingesetzt oder die Kamera eines Smartphones genutzt. Wer z.B. die App MauAR nutzt, kann die Berliner Mauer wiederauferstehen lassen. Man schaut durch das Smartphone auf das heutige Brandenburger Tor und kann sich die Mauer einblenden lassen. Das funktioniert sogar im historischen Verlauf, so dass man sieht, wie Jahrzehnt zu Jahrzehnt aus einem Stacheldrahtzaun der hohe Betonwall wurde.

Im E-Learning wird Augmented Reality etwa eingesetzt, um Maschinen und ihre Bedienung besser zu erklären

Links:

Auszeichnungen für E-Learning

Für E-Learning-Produkte und Konzepte gibt es verschiedene Auszeichnungen:

eLearning Award – vom Fachblatt elearning Journal

Comenius-EduMedia-Award der Deutschen Gesellschaft für Pädagogik, Information und Medien e.V. (GPI)

Infoport hat 2019 für das E-Learning “Projektmanagement für Ärzte” den Health-Media-Award erhalten

 

Corporate Learning Camp (CLC)

Eine der interessantesten Veranstaltungen zur Entwicklung von Lernen im Unternehmen: Barcamp zum Thema Corporate Learning

Bericht vom Barcamp 2018 in Kassel: Lernwelten der Zukunft

Veranstaltungs-Website

Einführung von E-Learning

Manche Lernplattform entsteht am grünen Tisch. Ohne je den Bedarf der Zielgruppe zu erheben oder wenigstens die zukünftigen Lerner einmal zu befragen, entstehen häufig aufwändige Angebote, die aber am Bedarf der Mitarbeiter vorbeigehen. Hier empfiehlt sich ein Augenmerk auf die Analyse des Bedarfs der Zielgruppe.

„Viel hilft viel“ – was schon bei Arznei nicht stimmt, ist beim E-Learning genauso. Manches Webbased Training sieht aus wie ein großer Infomülleimer, den man über dem Mitarbeiter auskippt. Das macht dem Mitarbeiter keinen Spass und führt auch nicht zum gewünschten Lernerfolg, sondern wahrscheinlich eher zu Ablehnung von virtuellen Lernangeboten überhaupt. Hier hilft gute didaktische Beratung.

Die Mitbestimmung des Betriebsrates kann beim E-Learning gegeben sein, hier empfiehlt sich schon in der Konzeption eine Rücksprache.

In den meisten Unternehmen startet die Einführung von digitalem Lernen als Projekt, weil es um die Lernplattform und die Content-Erstellung geht. Man sollte jedoch den Aufbau eines Online-Angebots eher als Prozess begreifen, da man Erfahrungen sammeln muss. Evaluation auch in den Bereichen Administration oder Pflege und Wartung ist deshalb ein wichtiger Baustein eines erfolgreichen Einsatzes von Internet-Schulungen. Nicht zuletzt empfiehlt es sich, regelmäßig die Nutzer um ihre Meinung und Verbesserungsvorschläge zu bitten.

E-Learning

E-Learning ist ein Sammelbegriff für alle möglichen Arten des Lernens am Computer oder über das Internet. Für den Lernenden heisst das am Computer oder Laptop über eine Lernsoftware oder das Internet oder zunehmend auch auf Tablets oder Smartphones Lerninhalte vermittelt zu bekommen.

eLearning Journal

Fachblatt für digitale Bildung

Homepage des eLearning Journal

Berufsverband für Online-Bildung

Der kleine, feine Berufsverband Online-Bildung bvob bietet Unternehmen Zugang zu einem Netzwerk von Experten für Teletutoring, Webinare und Online-Trainings. In regelmäßigen Abständen lädt der BVOB zu öffentlichen Online-Diskussionen mit Fachexperten ein. 

Im November lädt der bvob zum Barcamp “Qualität in der Online-Bildung” nach Berlin ein. 

eLearning Summit

Die Zeitschrift elearning-Journal bietet seit einigen Jahren die E-Learning Summit Tour mit verschiedenen Stopps an, vorwiegend im Westen der Bundesrepublik. Die Veranstaltungen richten sich an eLearning-Professionals und kombiniert Vorträge und Diskussionsrunden zum Beispiel zu Lerntechnologien mit Praxis- und Erfahrungsberichten aus Unternehmen.

Infoport ist 2019 beim eLearning Summit Berlin am 9.11.2019 mit einem Best-Practice-Vortrag zum Aufbau der neuen DIN-Webakademie vertreten. 

Erfolgsfaktoren für E-Learning

Ein Haus zu bauen gelingt nur, wenn man sich Gedanken über Architektur, Statik und Bauplanung macht. Die erfolgreiche Implementierung von E-Learning oder der Aufbau einer Online-Akademie gelingt auch nur bei sorgfältiger Planung. Sieben Erfolgsfaktoren tragen zu einem erfolgreichen Aufbau einer Online-Lernarchitektur bei:

7. Kommunikationsstrategie

1. Klare Ziele

Unklare Ziele und Erwartungen sind eine der größten Fehler, die beim Aufbau von Online-Lernen passieren können. Was möchten Sie mit E-Learning erreichen? Hier kann die Antwort in verschiedenen Abteilungen eines Unternehmens sehr unterschiedlich ausfallen, manchmal sogar in einem Team.

Hier gilt es, von vorne herein ein klares Bild der Erwartungen zu gewinnen und daraus das strategische Ziel zu entwickeln.

2. Plan für die Technik

Die Technik ist das Herzstück des E-Learning. Technik wird benötigt, um Inhalte zu erstellen, die Kommunikation zwischen Referenten und Teilnehmern, zu ermöglichen, die Inhalte den Lernenden zugänglich zu machen, die Lernerfolge zu dokumentieren, Kurse und Teilnehmer zu verwalten, Zertifikate bereitzustellen, u.v.m. Typische Technologie für E-Learning sind Autorenwerkzeuge zur Erstellung von E-Learning-Inhalten, Lernmanagement-Systeme zur Bereitstellung von Inhalten und Virtuelle Klassenzimmer für Live-Webinare. 

3. Ein E-Learning-Team

Ein E-Learning-Team muss nicht gross sein. Wichtig ist, die richtigen Leute dabei zu haben und ihre Unterstützung zu sichern. Gleichzeitig muss dieses Team dafür sorgen, dass das Projekt nicht durch immer neue Anforderungen aus dem Ruder läuft. In jedem Fall sollten beim Aufbau einer Online-Akademie Beteiligte aus den Bereichen Inhalte, Technik, Prozesse und weiteren Rahmenbedingungen (wie z.B. Datenschutz) dabei sein. 

4. Qualitätsstandards

Im Team sollten geeignete Methoden und Verfahren angewendet werden, um Erwartungen abzugleichen und gemeinsame Ziele und Qualitätsstandards zu entwickeln. Das können Vereinbarungen zur Gestaltung der Kurse sein („Ein Kurs ist für uns gut, wenn…“). Qualitätsstandards gelten auch für die Zusammenarbeit im E-Learning-Team. Dazu sollte jede Person eine definierte Rolle haben, sowie definierte Aufgaben und Qualitätsanforderungen für Lieferungen.

5. Risikomanagement

Projekte mit Technologie können sich anders entwickelt als geplant oder erwartet. Typische Fehler bei E-Learning-Projekten sind 

  • Das Projekt läuft aus dem Ruder: Zeit, Budget, Umfang, Qualität
  • Das Lernmanagement-System entspricht nicht den Erwartungen der Nutzer, z.B. zu kompliziert
  • Die Lerner schimpfen auf das System.
  • Das gewählte System unterstützt nicht die Ziele des Projekts.

Deshalb sollte man ein Risikomanagement aufsetzen, um mögliche Probleme im Vorfeld und während des Rollouts zu erkennen und abzufedern.

6. Training-Fahrplan

Das E-Learning-Team sollte den tatsächlichen Trainingsbedarf detailliert erheben. Hier sind Unterscheidungen nach Abteilungen, nach Themen, nach Dringlichkeit und nach Ausbaustufen hilfreich. Um die Erwartungen aller Beteiligten klar zu managen, empfiehlt es sich diesen Trainingsbedarf und die dafür erforderlichen Kurse klar zu priorisieren und diese Priorisierung auch deutlich zu kommunizieren. So kann ein Trainingsfahrplan aussehen.

7. Kommunikationsstrategie

E-Learning ist nicht unbedingt gleich ein Selbstläufer. Deshalb ist eine Kommunikationsstrategie wichtig, um E-Learning-Inhalte bekannt zu machen. 

 

Erfolgsmessung

Den Erfolg einer E-Learning-Implementierung zu messen, kann an verschiedenen Indikatoren gemessen werden:

  • Nutzung der Lernplattform: Wie viele Teilnehmer besuchen die Lernplattform, wie oft, wie lange bleiben sie, welche Seiten sind besonders beliebt, bei welchen Seiten steigen die Teilnehmer aus?
  • Feedback der Nutzer, erhoben durch Fragebögen, Punktebewertungen, usw.
  • Lernerfolg: Wie viele Nutzer schliessen erfolgreich ab, erwerben ein Zertifikat?

Der wichtigste Erfolg ist allerdings am schwersten zu messen: Wie stark hat das Lernen zum Erreichen der Geschäftsziele beigetragen, wie z.B. „Wie stark hat sich der Produktvertrieb verbessert, seitdem wir detaillierte Produktschulungen anbieten?“ Will man hier saubere Ergebnisse erzielen, muss der Stand vor Start des E-Learning erhoben werden. Gleichzeitig ist auszuschliessen, dass andere Faktoren den Geschäftserfolg vielleicht stärker beeinflusst haben, wie z.B. neue Bonusregelungen.

Erklärvideos

Erklärvideos dauern etwa 3-5 Minuten und werden eingesetzt, um Unternehmen vorzustellen, Produkte zu erklären oder schwierige Sachverhalte zu erläutern. In Tutorials geht es häufig darum Schritt-für-Schritt-Anleitungen oder konkrete Tipps für praktische Dinge zu gehen, zum Beispiel die Eröffnung eines Online-Kontos, die Bedienung einer Software oder die Abwicklung eines Verkaufsvorgangs.

Geeignete Themen

Ganz grob lässt sich sagen, dass E-Learning  sich zunächst einmal gut für Fach-Themen eignet, bei denen Wissen vermittelt werden soll. Allerdings sollte man dann darauf achten, dass der Lernende nicht mit Informationen überschüttet wird, sondern diese mit interaktiven Methoden vermittelt werden.

Für das Training von Soft Skills, also z.B. Verkaufstrainings oder Rhetorik empfiehlt sich E-Learning bei entsprechender Auswahl. Besonderes effektiv ist E-Learning in Kombination mit Präsenzseminaren (Blended Learning), zum Beispiel für die Vor- und Nachbereitung.  Bei guter Methodik und Didaktik lassen sich jedoch fast alle Themen und Lerninhalte umsetzen.

Ilias

Ilias ist ein Open-Source-Lernmanagement-System. Es wird von einer Community aus Deutschland weiter entwickelt. 

Ilias-Homepage

Informelles Lernen

Viele Berufe sind wissensintensiv. Um Aufgaben zu erledigen und Projekte zu gestalten, muss unternehmensintern -oder extern Wissen gesammelt, verarbeitet und weiter vermittelt werden. Dadurch löst sich die klassische Trennung von Arbeit und Weiterbildung zunehmend auf, Lernen und Arbeiten verschmelzen.

Die Entwicklung des Internet zum Web 2.0 ist damit eng verwoben: Das Web 2.0 hat eine Vielzahl von Online-Tools wie Blogs, Wiki, Twitter, Facebook usw. hervorgebracht, die es jedem ermöglichen, leicht und kostengünstig im Internet zu veröffentlichen. So können zu jedem Thema neue Wissensquellen weltweit angezapft, aber auch kommentiert werden. Das Gelernte lässt sich in einem Blog oder Wiki unternehmensintern aufbereiten und weitervermitteln. Das Lernen vollzieht sich nicht mehr zwischen Lehrer und „Schüler“, sondern ist Ergebnis einer Gruppenanstrengung. Deshalb wird dieser Trend auch informelles, soziales oder Community-Lernen genannt. Dem viel diskutierten 70-20-10 Modell zufolge macht formelles Lernen nur 10 Prozent des Lernens am Arbeitsplatz aus, während 70 Prozent informell erfolgen.
Weiterbildungsblog, wie z.B. dieser Artikel zu 8 Gründen für informelles Lernen.

Learntec

Der wichtigste Branchentreffpunkt fürE-Learning ist die Learntec, die alljährlich eine Fachmesse und Konferenz zum „Lernen mit IT“ anbietet. Die Aussteller und Gäste der E-Learning-Veranstaltung kommen vorwiegend aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

https://www.learntec.de/de/

Mobiles Lernen

Mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets ergänzen im privaten und beruflichen Alltag den Schreibtischcomputer. Sie eignen sich für viele Lernformen wie z.B. Vokabellernen. Dazu gibt es etwa für das iPhone und andere Smartphone schon eine Vielzahl von „Apps“ wie z.B.  die Sprachangebote von Mobilinga. Auch das Lernen mit selbst erstellten Karteikarten auf dem Handy ist beliebt. Mobiles Lernen ist auch zunehmend mit Lernmanagement-Systemen möglich.

Mooc

MOOC steht für Massive Open Online Course. Elite-Universitäten in den USA  wie Harvard und Stanford sind mit diesen offenen Online-Kurse gestartet, an denen jeder Interessierte in der ganzen Welt teilnehmen kann.  Der bisher größte MOOC des deutschen Professors Sebastian Thrun hat vor einigen Jahren mit einem  Seminar zum Thema künstliche Intelligenz 160 000 Studenten weltweit übers Internet erreicht.

Während die ersten MOOCs kostenlos waren, gibt es immer mehr Anbieter am Markt, die für die Kursteilnahme, die Betreuung durch Tutoren oder für ein Zertifikat Kursgebühren verlangen: EdXCourseraUdacity.

 

Moodle

Moodle ist ein Open-Source-Lernmanagementsystem. Die Moodle-Lernplattform ist weltweit in über 100.000 Bildungseinrichtungen im Einsatz.

Das von Infoport angebotene Lern.link-LMS basiert auf Moodle. 
Online Educa

Teilnehmer aus mehr als 100 Ländern zieht die OnlineEduca in Berlin an. Die Konferenz mit angehängter Messe versteht sich als Trendsetter und Pulsmesser für technologiegestütztes Lernen. Die Veranstaltung ist interessant für alle, die sich für neue Trends im Online-Lernen in England, Skandinavien, Australien oder den USA interessiert und sich über Inputs aus dem Hochschulbereich, internationalen  Unternehmen oder der Entwicklungszusammenarbeit freut.

Open Source

Software, deren Quelltext öffentlich und von Dritten eingesehen, geändert und genutzt werden kann, wird als Open-Source-Software bezeichnet. Sie kann meistens kostenlos genutzt werden. Bei den Lernmanagement-System spielt Open-Source-Software eine große Rolle.

Der Markt teilt sich in kommerzielle Anbieter und Open-Source-Software bzw. Lösungen auf Open-Source Basis. Eine der bekanntesten und ältesten ist Moodle, das weltweit in tausenden von Unternehmen und Hochschulen eingesetzt wird. Im deutschsprachigen Raum sind Ilias und Open OLAT verbreitet.

Moderne Lösungen arbeiten auf der Basis von typo3 und Drupal, um höheren Ansprüchen an Design oder Community zu entsprechen. Neben der klassischen Installation auf einem Server im Unternehmen werden zunehmend Mietlösungen (Software as as Service) angeboten. Diese Mietlösungen entlasten die IT-Abteilungen. Zunehmend zeigt sich  der Trend, Lernplattformen an Talent Management oder Kompetenzmanagement in der Personalentwicklung anzubinden.

Lernmanagement-System

Lernmanagementsystem, auch Lernplattform genannt, haben die Aufgabe von Teilnehmer- und Kursverwaltung. Eine wichtige Funktion ist auch, durch eine Rechteverwaltung sensible Produkt- oder Unternehmensinformationen vor Unbefugten abzuschirmen. Viele Lernplattformen bieten die Möglichkeit, direkt Inhalte zu erstellen und z.B. Videos, pdfs bereitzustellen oder Quiz anzulegen. In der Regel lassen sich auch Statistiken über Teilnahme und Lernerfolg abrufen.

Lernmedien

Die Lernmedien in der digitalen Bildung sind vielfältig, wie z.B. einfache pdf, e-book, Erklärvideos, Schulungsvideos, Webbased Training, Quiz. 

 

Qualität in der Online-Bildung
SCORM

SCORM steht für Shareable Content Object Reference Model (Referenzmodell für austauschbare elektronische Lerninhalte). SCORM ist wichtig im Zusammenhang von Lernplattformen und der Messung des Lernerfolgs.

SCORM (Sharable Content Object Reference Model) ist ein Standard für die Bereitstellung und den Austausch von Online-Schulungen. SCORM stellt sicher, dass Lerneinheiten verschiedenster Hersteller mit unterschiedlichen Lernmanagementsystemen (LMS) kompatibel sind. SCORM macht es möglich, dass der Lernfortschritt des Lerner sicher in die Lernplattform übertragen werden.

Es gibt mittlerweile mehrere SCORM Standards. Die am weitesten verbreiteten Versionen sind aktuell SCORM 1.2 und SCORM 2004.

Mit Scorm lässt sich der Kursfortschritt messen und die Zeit, die ein User für ein Lernmodul benötigt. Mit SCORM lässt sich auch erheben, ob ein Kurs bestanden oder nicht bestanden wurde.

SCORM soll in Zukunft durch den neuen Standard Experience API (xAPI oder auch Tin Can AP ersetzt werden, der auch z.B. Blended Learning-Angebote in die Auswertung mit einbeziehen kann.

SCORM -kompatible Kurse können mit Articulate Storyline oder Articulate 360 oder anderen Autorenwerkzeugen erzeugt werden.

In beiden Fällen wird Ihnen die unkomplizierte Transfermöglichkeit von SCORM-Paketen zugute kommen. SCORM-kompatible Inhalten können im Handumdrehen per Download und Upload übertragen werden.

Kosten

Wie bei anderen Vorhaben unterscheidet man bei der Einführung von E-Learning zwar auch zwischen einmaligen und wiederkehrenden Kosten. Da sich mittlerweile Inhalte und auch Technologie jedoch schnell wandeln und eine Anpassung erfordern, lässt sich diese Unterscheidung nicht immer ganz sauber treffen.  Die wichtigsten Kostenfaktoren im Überblick:

  • Konzeption und Planung
  • Content
  • Bereitstellung
  • Administration
  • Pflege und Wartung
  • Marketing

Beim Aufbau eines Internet-Lernangebots oder einer Online-Akademie gilt es zunächst, ein genaues Bild von den Unternehmenszielen und dem damit verbundenen Lernbedarf zu ermitteln. Darin knüpft sich die konkrete Planung von Lernzielen, Inhalten und tatsächlicher Umsetzung an.

Der so genannte Content, also die aufbereiteten Lerninhalte (siehe Frage 1) müssen im Unternehmen oder von beauftragten Spezialisten erstellt werden. Die Entwicklung von Content wie Webbased Training  oder Videos passiert in mehreren Produktionsschritten, die Kosten hängen stark von der gewünschten Qualität bzw. Multimedialität ab.

Die Bereitstellung der Inhalt erfolgt dann im Internet, im Intranet oder auf einer speziellen Lernplattform. Dafür entfallen Kosten für die Installation, Einrichtung oder Miete des Lernmanagementsystems an. Lernapps können auch über den Apple-Store oder Google-Play-Store veröffentlicht werden.

Vor allem bei einer Lernplattform braucht es ein Budget für Administration, denn die Zuordnung von Kursen und Teilnehmern geschieht meist nicht automatisch, häufig müssen auch noch Autoren, Trainer oder Referenten zum richtigen Kurs gebracht werden oder Vorgesetzte Einblick in den Lernerfolg ihrer Mitarbeiter bekommen.

Pflege und Wartung beziehen sich sowohl auf Lerninhalte als auch die Technologie. Auch der schönste Kurs braucht irgendwann eine Überarbeitung, zum Beispiel weil sich Rechtsvorschriften ändern, neue Produktfeatures vorhanden sind oder die Optik veraltet ist.

Vor allem bei einer Lernplattform braucht es ein Budget für Administration, denn die Zuordnung von Kursen und Teilnehmern geschieht meist nicht automatisch, häufig müssen auch noch Autoren, Trainer oder Referenten zum richtigen Kurs gebracht werden oder Vorgesetzte Einblick in den Lernerfolg ihrer Mitarbeiter bekommen.

Pflege und Wartung beziehen sich sowohl auf Lerninhalte als auch die Technologie. Auch der schönste Kurs braucht irgendwann eine Überarbeitung, zum Beispiel weil sich Rechtsvorschriften ändern, neue Produktfeatures vorhanden sind oder die Optik veraltet ist.

Was in vielen Unternehmen unterschätzt wird: Für das Lernen im Internet muss man meist erstmal die Trommel rühren. Die Einführung sollte mit entsprechendem Marketing begleitet werden.

Alle diese Faktoren zusammen addieren sich zur sogenannten Total Cost of Ownership (TCO). Insgesamt ist es wichtig, für die Kalkulation des Return on Investment alle genannten Faktoren im Blick zu haben und dabei vor allem entstehende Personalkosten nicht zu unterschätzen.

 

Veranstaltungen zu E-Learning

Hier finden Sie eine Liste von Veranstaltungen für digitale Bildung, die uns aufgefallen sind. 

Webinar

Für den Einstieg ins E-Learning eignen sich Live-Online-Trainings, auch Webinare genannt, besonders gut. Deshalb sind sie mittlerweile gerade auch bei mittelständischen Unternehmen sehr gefragt, um Kunden, Lieferanten oder Mitarbeiter zu schulen. Bei den Live-Seminaren im Netz treffen sich Teilnehmer und Referenten zu einem verabredeten Zeitpunkt auf einer so genannten Webinar-Plattform. Webinare finden im Virtuellen Klassenzimmer statt. 

Erklärt von Infoport-Geschäftsführerin Claudia Musekamp. 

Ähnlich wie bei einer Telefon- oder Videokonferenz kann der Referent über Webcam bzw. Headset sprechen und von den Teilnehmer gesehen werden. Diese Webinar-Plattformen werden häufig auch Virtuelle Klassenzimmer genannt. Webinare sind deshalb besonders gefragt, weil sie den traditionellen Seminaren sehr nahe kommen. Gleichzeitig ist der Vorbereitungsaufwand überschaubar und die Kosten für eine Live-Plattform liegen häufig bei unter 1000 EUR im Jahr.

Weitere Links

Webbased Training

Beliebte Formate heute sind interaktive Online-Trainings, auch Webbased Training (WBT) genannt.  In WBT sind meist größere Themenbereiche  so aufbereitet, dass man sie zeitlich flexibel alleine aneignen kann, sie umfassen meistens 15-45 Lernminuten oder mehr. WBT eignen sich besonders für immer wiederkehrende Themen oder für die Inhalte, die vielen Menschen gleichzeitig, also großen Gruppen vermittelt werden sollen, wie zum Beispiel Compliance, Sicherheitsrichtlinien, Produktschulungen, Softwaretraining oder das sogenannte Onboarding, die Einarbeitung neuer Mitarbeiter. Für das Lernen mit Smartphone oder Tablet gibt es auch spezielle Apps, die vom Fremdsprachenlernen über technische Themen bis hin zu medizinischen Spezialprogrammen reichen.

Vorteile

Die Vorteile von Online-Schulungen für Unternehmen liegen auf der Hand. Bei Seminaren im Netz entfallen Reise- und Hotelkosten, die Mitarbeiter sind nicht lange vom Arbeitsplatz abwesend. Die aufwändige Organisation und Koordination des Seminarbetriebs entfällt und deshalb können Fort- und Weiterbildungen flexibler  angesetzt werden. Das heißt zum Beispiel: Der Vertrieb in einer Firma ist schneller informiert und kann dadurch besser reagieren. Immer mehr Unternehmen, gerade auch aus dem Mittelstand, arbeiten international und müssen ihre Trainings häufig auch mehrsprachig anbieten, so dass Lernen über das Internet auch hier eine gute Alternative ist.

Technologie

Technologie im E-Learning kommt beim Online-Lernen an drei verschiedenen Stellen ins Spiel:

  • beim Lerner
  • bei der Erstellung von Inhalten
  • beim Kursmanagement

Beim Lerner reicht meist ein Computer, Laptop oder mobiles Endgerät (z.B. Android, iphone oder iPad), um Lernen zu können. Die Inhalte werden über das Internet bereit gestellt und mit einem Link aufgerufen. Für den Lernenden unterscheidet sich das Angebot häufig nicht von einer herkömmlichen Webseite. Auch für die Teilnahme an Live-Online Training reicht meist ein Computer; die Einladung zu einem Webinar wird per E-Mail geschickt, mit einem Klick ist man im Seminarraum.

Für die Erstellung von Inhalten gibt es eine Vielzahl von Werkzeugen. Die Palette reicht von Schnittprogrammen für die Erstellung von Videos bis hin zu spezialisierten Autorentools wie zum Beispiel das in der Branche beliebte Articulate Storyline. Da die Bedienung dieser Softwareprogramme häufig speziellere Kenntnisse erfordert, vergeben Unternehmen die Erstellung von Inhalten häufig an Dienstleister wie z.B. E-Learning-Agenturen.

Einzelne E-Learning-Inhalte lassen sich meist einfach auf der Unternehmenshomepage oder im Intranet integrieren. Wenn es aber um viele Kurse und eine komplexere Zuordnung gehen soll, kommt eine Lernplattform zum Einsatz. So lässt sich zum Beispiel sicherstellen, dass neue Mitarbeiter zunächst ein Einstiegstraining erfolgreich durchlaufen,  bevor sie zum Fortgeschrittenenkurs geleitet werden.

Trends in der digitalen Bildung

Das MMB-Institut aus Essen veröffentlicht regelmäßig einen Trendmonitor, der die Ergebnisse von Befragungen von Weiterbildungsexperten zum digitalen Lernen der nächsten Jahre zusammenfasst. In einem Branchenmonitor erhebt das Institut die wirtschaftliche Entwicklung von E-Learning-Dienstleistern in Deutschland.

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