Lernsystem und Lerninhalt richtig wählen (Teil 1 von 4)
Dr. Daniel Staemmler beschreibt in einem 4-teiligen Artikel Anforderungen und Kriterien für die Gestaltung von Online-Kursen.
Die stetige Informationsflut durch immer neue Entdeckungen und Errungenschaften in unserer Gesellschaft sowie neue Erkenntnisse im Berufsalltag verlangen nach innovativen Bildungsstrategien. Besonders im Gesundheitswesen gewinnt Wissen als Ressource und dessen Anwendung immer mehr an Bedeutung. Die Anforderungen an das Gesundheitswesen fördern die Entwicklung neuer Lösungen für die Wissensvermittlung. Große Chancen und Möglichkeiten für Aus-, Weiter- und Fortbildung werden hierbei den neuen Technologien und dem Internet zugeschrieben.
1. Warum E-Learning?
Die Verlagerung von Schulungs- und Trainingsmaßnahmen aus der Präsenzlehre in den virtuellen Raum in einen Online-Kurs erhöht die Flexibilität für alle Beteiligten. Ganz besonders in Krankenhäusern, in denen viele Mitarbeiter auf den neusten Wissensstand gebracht werden müssen, ist die Organisation und Koordination von Schulungs- und Arbeitszeiten notwendig. Steht ein Online-Kurs einmal zur Verfügung, kann auf diesen von einem Computer oder mobilen Endgerät (z.B. Smartphone) zu einem beliebigen Zeitpunkt zugegriffen werden.
eLearning oder auch Online-Lehren und -Lernen, als eine Form der Wissensvermittlung bzw. Wissensaneignung, ist in vielen Bereichen der Fort- und Weiterbildung heute nicht mehr wegzudenken. Der Begriff eLearning steht für elektronisch unterstütztest Lehren und Lernen mit Hilfe eines oder mehrer Computer, Notebooks oder mobilen Endgeräten die meistens über ein Netzwerk miteinander verbunden sind. Online Lernen kann frei im Internet und selbstgesteuert sein oder in einem für eine Nutzergruppe bereit gestellten und abgegrenzten Bereich inszeniert werden. Eine solche geschlossene Lernumgebung kann dazu dienen Lernenden spezifische Informationen didaktisch aufbereitet nahe zu bringen, da sie z.B. eine hohe Relevanz für die Ausübung Ihrer beruflichen Tätigkeit besitzen. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Anwendungsszenarien, die sich an unterschiedliche Zielgruppen richten. Letztere reichen von Schulkindern über Studierende bis hin zu Berufstätigen, die sich immer wieder mit neuen Anforderungen und Bestimmungen in ihrem Berufsalltag konfrontiert sehen.
Technische Voraussetzungen
Die technischen Voraussetzungen zur Durchführung von Online-Kursen sind relativ schnell geschaffen. Hier stehen eine Reihe von kostenpflichtigen Lernplattformen (z.B. Balckboard und Clix) und kostenlosen Open-Source Produkten (z.B. Moodle und ILIAS) zur Verfügung, die das Administrieren von Kursinhalten und Management von Nutzern erheblich vereinfachen. Einmal auf einem Computer, der als Server dient installiert, können die zu vermittelnden Inhalte eingestellt werden. Bei der Abwägung, welches System zum Einsatz kommen soll, ist gut zu überlegen, welche Anforderungen an ein solches gestellt werden.
von Daniel Staemmler
Teil 1: E-Learning: Lernsystem und Lerninhalt richtig wählen
Teil 2: Probleme und Hindernisse beim Online-Lernen
Teil 3: Spezielles Design für Online-Kurse
Teil 4: Was heißt Interaktivität und Interaktion?
Category: E-Learning


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